Fachanwalt für Arbeitsrecht

Die Zulassung als „Fachanwalt für Arbeitsrecht” ist grundsätzlich mit der eines Facharztes vergleichbar.

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Ein Rechtsanwalt erhält diesen Titel aufgrund nachgewiesener besonderer theoretischer Kenntnisse, die durch Teilnahme an einer Fachanwaltsausbildung mit drei fünftstündigen Klausuren  und mehrjähriger praktischer, durch entsprechende Fälle nachgewiesener Erfahrungen auf dem Gebiet des Arbeitsrechts durch die örtlich zuständige Rechtsanwaltskammer verliehen.

AP 33

Den Titel Fachanwalt für Arbeitsrecht darf ein Rechtsanwalt führen, der seine besonderen theoretischen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen auf dem Gebiet des Arbeitsrechts nachgewiesen hat. Damit ist ein Fachanwalt für Arbeitsrecht besonders in den Bereichen des Individualarbeitsrechts, des Kollektiven Arbeitsrechts und des Verfahrensrechts qualifiziert. Ein Fachanwalt für Arbeitsrecht hat damit nachgewiesen, dass er über spezielle Kenntnisse verfügt, die über das Maß der beruflichen Ausbildung und gewöhnlicher praktischer Erfahrung im Beruf hinausgehen. Um die Fachanwaltsbezeichnung verliehen zu bekommen, muss der Anwalt seit mindestens drei Jahren als Rechtsanwalt zugelassen sein, im Rahmen eines Lehrgangs an 120 Kursstunden im Bereich des Arbeitsrecht teilgenommen haben und drei schriftliche Leistungskontrollen erfolgreich bestanden haben. Gegebenenfalls muss er auch an einem mündlichen Fachgespräch teilnehmen. Weiterhin muss nachgewiesen werden, dass mindestens 100 Fälle aus dem Bereich des Arbeitsrechts bearbeitet wurden. Darüber hinaus muss derjenige, der die Bezeichnung Fachanwalt für Arbeitsrecht führt, sich jährlich fortbilden. Dies kann durch wissenschaftliche Publikationen oder durch die Teilnahme an anwaltlichen Fortbildungsveranstaltungen geschehen.

Zum 01.01.2012 waren insgesamt 9.101 Fachanwälte für Arbeitsrecht im Bundesgebiet zugelassen. Der Fachanwalt für Arbeitsrecht gehört damit zu den traditionellen deutschen Fachanwaltsbezeichnungen.